Der Brenner,  der in heutigen Heißluftballonen zum Einsatz kommt, ist das Resultat ständiger Weiterentwicklung, die in den 70er Jahren ihren Anfang nahm. Bei ständiger Leistungssteigerung  konnte die Betriebssicherheit erhöht und die Geräuschemission verringert werden.

 

Da während einer normalen Ballonfahrt immer nur ein Brenner benötigt wird, eröffnet der moderne Doppelbrenner kolossale Leistungs- und Sicherheitsreserven. Die beiden unabhängig voneinander betriebenen Brenner könnte man sicherheitstechnisch mit einem einmotorigen Flugzeug mit Ersatzmotor vergleichen. Die Leistungsreserve des zweiten Brenners wird im Bedarfsfall, zum Beispiel beim Durchstarten vor plötzlich auftretenden Hindernissen bei der Landung, zur Sicherheitsreserve. In kürzester Zeit kann man damit, von rd. 5600 KW getrieben, mit einer Steigrate von 2-5 m/s sichere Höhen erreichen.

 

Beeindruckend wird diese Brennerleistung, wenn man bedenkt, dass man damit 280 Einfamilienhäuser beheizen könnte. Umgerechnet in PS würde die stattliche Leistung von 7600 PS der einer Güterzuglokomotive entsprechen.

 

Im Gegensatz zu normalen atmosphärischen Gasbrennern resultiert diese Leistung nicht nur aus ihrer Größe, sondern auch aus einer völlig anderen Verbrennungsart. Zur Verfügung stehen 4 Gasflaschen mit je 32 Ltr.Flüssiggas, wovon immer zwei, unabhängig voneinander, an die Brenner angeschlossen werden. Bei Betätigung des Brennerventils wird das Gas in flüssiger Form mit dem ungeminderten Flaschendruck von 2,8 bis 5 bar (je nach Temperatur) durch 30 Düsen mit einem Durchmesser von ca.1,5 mm in die Flamme gespritzt. Zuvor durchströmt es die Verdampferspirale, die um den Fußpunkt der Flamme angeordnet ist. Dadurch verdampft das flüssige Gas teilweise, was den Druck noch einmal erhöht. Entzündet wird das Gas durch eine ständig brennende Zündflamme.

 

Zum Vergleich: Ein 20 KW Gas-Heizkessel eines Einfamilienhauses begnügt sich mit einem Gasdruck von 0,6 bar und 3 Düsen mit einem Durchmesser von 0,4 mm.